Die Spielregeln für Web-Sugar-Ray

Sugar-Ray ist ursprünglich ein Postspiel von Reinhard Schön, das mit Hilfe eines Spielleiters zwischen eventuell weit auseinander wohnenden und im Lauf der Zeit auch wechselnden Spielern gespielt wird. Es ist für den Einsatz im Postspillion entwickelt worden, wo zwei Partien gespielt werden, die von Wolfgang Thimm betreut werden. Jeder Spieler kontrolliert einen Boxer, der pro Runde einen Kampf durchzuführen hat und dabei von Liga zu Liga aufsteigen kann, bis er zum Meister aller Klassen ernannt wird.

1. Allgemeines

Die Fähigkeiten eines Boxers werden durch zwei Zahlen beschrieben, von denen die erste die Technik und die zweite die Kondition des Boxers angibt. Beide Werte können sich im Verlauf des Spiels ändern. Es ist Möglich, während des Spiels neue Spieler aufzunehmen oder alte ausscheiden zu lassen.

2. Ablauf eines Kampfes

Ein Kampf zweier Boxer gegeneinander dauert fünf Runden, falls er nicht durch einen KO vorzeitig beendet wird. Man beachte, daß alle fünf Kampfrunden innerhalb einer Spielrunde stattfinden.

2.1. Ablauf einer Kampfrunde

Auf dem ZUG-Feld vermerkt der Spieler für jede Kampfrunde eine Offensivzahl und eine Defensivzahl. Beide Zahlen dürfen beliebig groß sein, mindestens aber Null. Der Spielleiter berechnet nun zunächst die Ermüdung des Boxers wie folgt:
Ermüdung = 3 * Offensivzahl + 2 * Defensivzahl - Technik
Sollte das Ergebnis größer als Null sein, so verliert der Boxer Kondition gemäß folgender Tabelle:
Ermüdung   1   2   3   4   5   6   7   8   9  10  11  12  13  14  15
Verlust    1   1   1   1   2   2   2   3   3   4   5   6   7   8  10      

Ermüdung  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26  27  28  29  30
Verlust   12  14  16  18  20  22  24  26  28  30  32  34  36  38  40

Ermüdung  31  32  33  34  35  36  37  38  39  40  41  42  43  44  45 
Verlust   42  44  46  48  50  52  54  56  58  60  62  64  66  68  70  

Sollte die Kondition nun kleiner als Eins sein, so ist der betreffende Boxer KO und der Kampf beendet.
Nun erfolgt der eigentliche Schlagabtausch: Sollte die Offensivzahl des einen Boxers größer als die Defensivzahl des anderen sein, so wird diesem das Doppelte der Differenz von der Kondition abgezogen. Sollte die Kondition nun kleiner als Eins sein, ist der betreffende Boxer KO und der Kampf beendet.

2.2. Ergebnis des Kampfes

Falls genau ein Boxer KO ist, d.h. keine Kondition mehr hat, ist sein Gegner Sieger durch KO. Sollten beide Kämpfer gleichzeitig KO gehen, endet der Kampf unentschieden. Geht keiner KO, so ist derjenige Sieger nach Punkten, der insgesamt mehr Offensivpunkte eingesetzt hat (Unentschieden bei Gleichstand).

2.3. Beispiel

1.Mail:                                 2.Mail:

NAME Müller                             NAME Maier
LIGA 3                                  LIGA 3
TECHNIK 10                              TECHNIK 12
KONDITION 26                            KONDITION 21
ZUG 2/3 3/0 2/2 0/5 3/1                 ZUG 6/0 3/3 3/4 4/2 3/3
TRAINING T                              TRAINING K

Bei obigen Zugabgaben wird folgender Kampfverlauf im Kampfbericht aufgelistet:

Maier         (12,21)    6/0 (15)   3/3 (14)   3/4 (12)   4/2 (11)   3/3 (10) PS
Müller        (10,26)    2/3 (19)   3/0 (13)   2/2 (11)   0/5 (11)   3/1 ( 6)

Hierbei geben die eingeklammerten Zahlen nach der ersten Klammer die Kondition zum Ende der jeweiligen Runde an.

3. Veränderungen von Technik und Kondition

Nach Beendigung des Kampfes wird die Kondition wieder auf den Anfangswert gesetzt. Sollte ein Boxer durch KO verlieren, so wird seine Technik um eins verringert; der Sieger verbessert seine Technik um eine Stufe. Analog dazu erhält ein Punktsieger vom Verlierer einen Konditionspunkt. Nach dem Kampf hat der Boxer die Möglichkeit, entweder Technik oder Kondition (nicht aber beides) durch gezieltes Training zu verbessern. Gibt der Spieler bei Training 'T' ein, so wird seine Technik um Eins verbessert. Um den Erfolg des Konditionstrainings zu ermitteln, "wirft" der Spielleiter einen fünfseitigen Würfel und addiert das Resultat zur Kondition des Boxers.

4. Liga und Champion

Die Boxer sind auf vier Ligen aufgeteilt, wobei die Liga 1 die besten und Liga 4 die erfolglosesten Kämpfer enthält. In jeder Spielrunde lost der Spielleiter die Paarungen der nächsten Runde aus und veröffentlicht sie, wobei nur Boxer der gleichen Liga gegenübergestellt werden. Bei ungerader Anzahl von Boxern in einer Liga wird ein Dummy, ein imaginärer Gegner vom Spielleiter zur Verfügung gestellt, dessen Werte (T,K) denen seines Gegners gleichen; sein Kampfverhalten bestimmt der Spielleiter.
Der Sieger eines Kampfes steigt in die nächsthöhere Liga auf, der Verlierer steigt ab. Aus Liga 1 steigt man natürlich nicht auf und aus Liga 4 nicht ab.
Außerhalb der Ligen steht der Meister aller Klassen. In jeder Runde wird er vom dienstältesten Erstligisten, also dem Boxer, der am längsten ununterbrochen in der Liga 1 ist, herausgefordert und muß gegen ihn antreten. Zwischen mehreren Dienstältesten entscheidet das Los. Verliert der Titelverteidiger, so steigt er ab in die Liga 1, während der Herausforderer neuer Champion wird. Anderenfalls konnte der Meister seinen Titel verteidigen, und der Herausforderer wird in die zweite Liga zurückgestuft.
Der amtierende Meister kommt aufgrund seiner gesellschaftlichen Verpflichtungen nicht dazu, seine Fähigkeiten durch Training zu verbessern. Eine entsprechende Anweisung in der Zugabgabe hat keine Auswirkungen.

5. Spieleintritt und NMR

Um eine schnelle Entwicklung zu gewährleisten, starten alle Boxer in der ersten Runde in Liga 3 mit den Werten (10,20). Später einsteigende Mitspieler starten in Liga 4, ihre Werte werden den Gegebenheiten dieser Liga angepasst.
Im Falle eines NMR (kein Zug abgegeben) werden sämtliche Offensiv- und Defensivzahlen auf Null gesetzt; Training findet nicht statt.

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